Desinteresse und Verweigerung

Interesse steckt an. Wenn ich als Lehrkraft überzeugend vermitteln kann, warum ich mich selbst für mein Fach interessiere, kann ich die Schülerinnen und Schüler mitreißen. Dieses Interesse muss jedoch echt sein. Es nützt nichts, in theatralischer Manier Begeisterung zu heucheln, wenn man in Wirklichkeit selbst nur halbherzig hinter der Sache steht.
Die erste Frage beim Umgang mit desinteressierten Schülern muss deshalb lauten: Was genau interessiert mich selbst als Lehrkraft an diesem speziellen Unterrichtsthema? Ist mein ursprüngliches Interesse womöglich erlahmt und ein anderes an seine Stelle getreten? Weshalb glaube ich, dass dieses Thema aktuell für mich oder andere wichtig ist? Welche konkreten Lebensprobleme können dadurch gelöst werden?
Ist das Desinteresse bis zur Verweigerungshaltung gesteigert, spielen meistens Zwänge eine Rolle, die entweder in der Familie (z.B. übertriebene Leistungserwartungen) oder in der Schule (z.B. ungünstiges Klassenklima) entstehen können. Gegen welchen inneren oder äußeren Zwang in so einem Fall rebelliert wird, kann nur im Rahmen eines ausführlichen Beratungsgespräches geklärt werden.

Mögliche Inhalte Ihrer Fortbildung:

  • Ehrliche Selbstbefragung: Was genau interessiert mich selbst an der Sache?
  • Authentische Vermittlung: Wie bleibe ich glaubwürdig?
  • Aufbau eines guten Beratungsgespräches
  • Vorgehen bei innerfamiliären Problemen