Unser Leistungskonzept Deutsch

Im Fach Deutsch ist die Leistungsmessung offensichtlich komplizierter und problematischer als in Mathematik, Geschichte oder Musik. Einerseits spielt hierbei - insbesondere natürlich bei SchülerInnen mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen bzw. sozial schwachen Milieus - die sprachliche Sozialisation in der Familie eine sehr große Rolle. Und andererseits macht sich der Einfluss des generationsspezifischen Mediennutzungsverhaltens immer stärker bemerkbar.

In der Praxis gibt es die größten Notensprünge (in beide Richtungen) leider nicht im Gefolge gezielter Fördermaßnahmen, sondern aufgrund von Lehrerwechseln: Wer in diesem Schuljahr bei Lehrer X auf Drei steht, wird im nächsten Jahr bei Lehrerin Y vielleicht auf eine Zwei, vielleicht aber auch nur auf eine Vier kommen. Denn wo es bei X stärker auf die mündliche Beteiligung anzukommen scheint, ist bei Y womöglich eher die schriftsprachliche Korrektheit oder ein intrinsisches Interesse an Literatur und Theater von Vorteil.

Ein ausdifferenziertes, zum Profil Ihrer aktuellen Schülerschaft passendes Leistungskonzept kann hier für mehr Klarheit, Transparenz und Notengerechtigkeit sorgen. Dabei geht es nicht um Gleichmacherei oder stärkere Leistungsorientierung, sondern um die Etablierung eines argumentativ begründeten und leicht in die alltägliche Praxis umsetzbaren Prozedere, das den aktuellen Rahmenbedingungen in Ihrem Haus stärker als bisher entspricht und das eine solide Basis für die Schüler- und Elternberatung bildet. Der Schwerpunkt dieser Veranstaltung liegt auf der gemeinsamen Überarbeitung bzw. Erstellung Ihres eigenen schulspezifischen Konzeptes.

Mögliche Inhalte Ihrer Fortbildung:

  • mündliche, schriftliche und sonstige Leistungen
  • Interpretationen, kreatives Schreiben, Entwurf und Überarbeitung
  • Möglichkeiten und Grenzen der Selbstbewertung und der wechselseitigen Bewertung von SchülerInnen
  • Möglichkeiten und Grenzen der Vereinheitlichung