Funktionierender Distanzunterricht

Viele Vorbehalte gegen den Distanzunterricht resultieren daraus, dass er mit einem didaktischen Rückschritt einherzugehen scheint: Die ganze Unterrichts-kommunikation läuft wieder über die Lehrkraft, und der wichtige Austausch zwischen den SchülerInnen bleibt auf der Strecke.

Doch das muss nicht so sein. In einem modernen Distanzunterricht kann und darf die Lehrkraft keineswegs in die obsolete Rolle des Alleinunterhalters zurückfallen. Vielmehr kommt es darauf an, den Unterricht ganz überwiegend in kleinen Arbeitsgruppen stattfinden zu lassen, in denen drei oder vier SchülerInnen weitgehend selbständig in vorbereitender Einzelarbeit sowie anschließend per Telefon- oder Videokonferenz die gestellten Aufgaben bearbeiten. Nur punktuell schaltet sich die Lehrkraft in die Konferenzen dieser kleinen Schülerarbeitsgruppen ein, um sich eine Vorstellung von den erbrachten Leistungen zu verschaffen und - je nach Bedarf der Gruppe - zusätzliche Erklärungen oder Hilfestellungen zu liefern.

Wie können solche funktionierenden Schülergruppen gebildet werden? Soll man einfach die ohnehin vielerorts üblichen Tischgruppen übernehmen? Gibt es diesbezüglich einen Unterschied zwischen Hybrid- und Wechselmodellen? Wie sieht die konkrete Arbeit der Lehrkräfte aus? Wie kann verfahren werden, wenn einige SchülerInnen zuhause keine adäquaten Arbeitsmöglichkeiten haben? Und welche Rolle kommt hierbei den Eltern zu, die ja idealerweise nicht als Hilfslehrer fungieren sollen? Diese und ähnliche Fragen werden in dieser Fortbildung unter steter Berücksichtigung der spezifischen Rahmenbedingungen bei Ihnen vor Ort behandelt, um sicherzustellen, dass Sie künftig einen funktionierenden, kooperativen und integrativen Distanzunterricht realisieren können.

  • Bildung funktionierender Schülerarbeitsgruppen
  • Konzeption onlinetauglicher Unterrichtsabläufe
  • Integration von SchülerInnen mit ungünstigen Arbeitsbedingungen
  • Kombination von analogen und digitalen Medien