Aktive Beziehungsgestaltung

Das Aufbauen, Gestalten und Aufrechterhalten von Beziehungen ist eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche pädagogische Arbeit. Ob zu SchülerInnen, KollegInnen oder Eltern: Immer steht eine gute Beziehung an erster Stelle, damit gemeinsam Ziele erreicht werden können.

Allerdings können Beziehungen darunter leiden, dass die Beteiligten – häufig unbewusst – eine feststehende Rolle eingenommen haben. Beispielsweise ist einer der Aktive und Verantwortungsvolle, während der andere Verantwortung abgibt und eher passiv bleibt. Diese starre Rollenverteilung kann zu wiederkehrenden Konflikten, Stagnation oder Distanz führen. Der sehr auf Sicherheit bedachte Kollege ärgert sich beispielsweise über einen risikoaffineren Kollegen, dieser belächelt umgekehrt dessen vermeintliche Ängstlichkeit; eine funktionierende Kooperation kann durch solche wechselseitigen Fehleinschätzungen nachhaltig erschwert werden.

Im Seminar werden die klassischen Beziehungs-Rollen anschaulich erläutert. So können sich die TeilnehmerInnen über ihre „typischen“ Rollen im Schulalltag und die damit zusammenhängenden Beziehungsmuster bewusst werden. Anschließend gibt es die Möglichkeit zum spielerischen Rollenwechsel. Der stets Aktive z.B. probiert aus, wie es ist, mal ganz passiv zu sein. So erlangen die TeilnehmerInnen Zugang zu neuen Beziehungsrollen. Dies ist ein wichtiger Schritt zu mehr Verständnis für den Anderen und zur Erweiterung der eigenen Verhaltensmöglichkeiten. Dadurch können erstarrte Beziehungsstrukturen aufgelockert und Konflikte entschärft werden.

  • Licht- und Schattenliste: Welche 'Typen' mag ich, welche mag ich nicht?
  • Beziehungs-Rollen im Drama-Dreieck
  • Vier Basis-Wesenstypologien
  • Projektion: Ich sehe mich im Anderen
  • Rollenwechsel: Jetzt bin ich mal ganz anders!