Eltern beraten bei (Cyber-)Mobbing

Die meisten Kinder und Jugendlichen behalten es anfangs für sich, wenn sie gemobbt werden. Das Problem wird dadurch typischerweise noch verschärft. Irgendwann wird aber der Druck zu groß und es muss doch irgendjemand ins Vertrauen gezogen werden. Dann wenden sich die Opfer schließlich und endlich - wie neueste Untersuchungen zeigen - meistens hilfesuchend an ihre Eltern.

Für die Eltern ist es aber oft kaum möglich, die Situation, in der ihre Kinder da stecken, realistisch einzuschätzen. Häufig zeigen sie sich selbst überfordert und können ihren Kindern nicht wirksam helfen. Einmal informiert, sind sie aber jedenfalls alarmiert und haken nach. Manche bedrohen ihrerseits die (vermeintlichen) TäterInnen oder sogar deren Eltern. Viele suchen jedoch selbst Rat und Unterstützung.

Hier kommen Sie als Lehrkraft ins Spiel. Denn da die meisten Mobbing-Fälle in der Schule stattfinden, ist Ihre Elternberatung für viele die erste, natürliche Adresse, wenn es um konkrete Handlungsmöglichkeiten geht. Von der schüchternen Anfrage bis zur Androhung dienstrechtlicher Konsequenzen ('Sie haben die Pflicht, mein Kind zu beschützen!') gibt es dabei ein breites Spektrum an mehr oder minder affektgesteuerten Reaktionen.

Gut, wenn man für solche Fälle ein Handlungs- und Beratungskonzept hat! Denn wenn Sie nun Ihrerseits gleich Partei ergreifen oder umgekehrt alles bloß abwimmeln, kommt es über kurz oder lang zu einer Verschlimmerung der Situation. Haben Sie dagegen ein Beratungskonzept, können Sie souverän agieren und konkrete Hilfestellungen anbieten.

  • Gestaltung schwieriger Beratungsgespräche
  • Kooperation mit Opfer- und Täter-Eltern
  • Dokumentation: Mobbing-Tagebuch, Klassenfragebogen
  • Opferberatung und Täteransprache
  • No-blame-approach, Farsta-Methode
  • Thematisierung im Unterricht