Neuer Optimismus

Die Pandemie kann einem leicht aufs Gemüt schlagen. Selbst wenn man keiner Risikogruppe angehört, kann man große Befürchtungen hinsichtlich der beruflichen Zukunft entwickeln: Wird es immer wieder neue Schulschließungen geben? Können die in den letzten Monaten entstandenen Lerndefizite ausgeglichen werden? Sind bestimmte SchülerInnen endgültig abgehängt worden? Führt die nun forcierte Digitalisierung zu einer schleichenden Retraditionalisierung der Unterrichtsmethodik? Kann man die frühere Unbefangenheit in der Klasse und im Kollegium jemals zurückerlangen?

Um nicht in eine emotionale Abwärtsspirale zu gelangen, sollte man die langfristigen Entwicklungsziele, wie sie beispielsweise im Schulprogramm oder in anderen Konzeptpapieren ausformuliert wurden, um realistische Zwischenziele ergänzen und konkrete Schritte planen, um allmählich dorthin zu gelangen. Auch wenn die ursprünglichen Entwicklungsziele weiter in die Ferne gerückt sind, können die einzelnen Etappen auf dem Weg dorthin mit Geduld und Hartnäckigkeit anvisiert und erreicht werden.

Optimismus basiert auf Vertrauen in das eigene Können: „Ich denk‘, ich kann´s.“ Wer realistische Etappenziele hat, macht sich mit neuer Zuversicht an die Arbeit, stellt sich eher neuen Herausforderungen, ist ausdauernder als weniger optimistische Menschen – und darf sich übrigens auch über eine statistisch höhere Lebenserwartung freuen. Es lohnt sich daher, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten bewusst zu erleben und auch den - mitunter verängstigten und/oder deprimierten - SchülerInnen zu vermitteln, wie sie neuen Optimismus erlangen können.

  • Bestandsaufnahme: Wie viel Optimist bin ich?
  • Wie entsteht und wirkt Optimismus?
  • Realistische neue Etappenziele
  • Konkrete erste Schritte