Lea und Ali - Ela und Leon

In vielen multiethnischen Lerngruppen stellt die Koedukation heutzutage kein besonderes Problem dar. Aber manchmal kommt es hier doch zu Schwierigkeiten: Verwöhnte Paschas und aggressive Machos, eingeschüchterte Haustöchter und überhebliche Prinzessinnen begegnen uns nicht nur in social media und daily soap, sondern auch in Klassenräumen und Pausenhallen. Zu einem echten Problem wird dies immer dann, wenn klischeehafte, unzeitgemäße Geschlechterrollenkonzepte nicht nur spielerisch erprobt, sondern für die Etablierung von Herrschafts- oder Abhängigkeitsbeziehungen genutzt und ideologisch unterfüttert werden.

Das alltägliche Unterrichtsgeschehen liefert viele Gelegenheiten, um die Gleichberechtigung der Geschlechter nicht nur explizit zu thematisieren, sondern auch ganz praktisch einzuüben und durchzusetzen. Schon Kleinigkeiten wie die Besetzung von Rollen in Gruppenarbeiten, die Verteilung von Redezeiten in Diskussionen, die Zusammenstellung von Teams im Sportunterricht oder die Aufteilung des Tafel- und Mensadienstes bieten immer wieder geeignete Anlässe, um die Gleichrangigkeit von Schülerinnen und Schülern ins Bewusstsein zu heben und zu einer Selbstverständlichkeit für alle Beteiligten werden zu lassen.

  • Ursachen der Unterschiede zwischen Geschlechterrollenkonzeptionen
  • Grenzüberschreitungen: Was nicht geduldet werden soll
  • Durchsetzung des  Gleichheitsgebotes innerhalb des Unterrichtes
  • wertebasierte Elternberatung in schwierigen Fällen
  • Gendergerechtigkeit in der Außendarstellung der Schule