Lernen in Gemeinschaft

Wozu brauche ich überhaupt diese ganzen wacken Typen um mich herum? Im Netz finde ich doch alles, was ich suche. Ngl. Die Mitschüler halten mich save nur auf. Und die Lehrer sind doch einfach nur cringe. Da lerne ich auf Insta und TikTok deutlich mehr. Lasst mich doch in Ruhe mit dem Gelaber von diesen ganzen Weirdos!

Corona hat die ohnehin starke Vereinzelungstendenz in unserer Gesellschaft weiter verstärkt. Zwar sind die meisten SchülerInnen ganz froh, sich nach der Homeschooling-Phase wieder mit ihren KlassenkameradInnen treffen zu können, aber ein gewisser Prozentsatz scheint sich dadurch endgültig von der Klassengemeinschaft und generell vom schulischen Leben entfernt oder innerlich ganz abgesondert zu haben.

Zudem kann es auch in der Nach-Corona-Didaktik selbst eine - oft gewiss ungewollte - Tendenz zur Vereinzelung geben: Die Unterschiede in den Lernrückständen sind manchmal so groß, dass die SchülerInnen einer Klasse kaum noch gemeinsam unterrichtet werden können, sondern eine übertriebene, zugespitzte Form von individueller Förderung benötigen, die anscheinend nur noch in gemeinschaftsfernen medialen Lernräumen zu realisieren ist.

Demgegenüber soll in dieser Fortbildung gezeigt werden, wie man die Freude am Lernen in der Gemeinschaft zu neuem Leben erwecken und den Zusammenhalt in der Klasse gezielt stärken kann. Neben Elementen des kooperativen Lernens und der Binnendifferenzierung können dabei auch außerunterrichtliche Faktoren wie die Pausengestaltung, der Schulsporttag, die Exkursion oder das erfolgreiche Betreiben von Freiwilligen-AGs einbezogen werden.

  • Zerfall der Klassengemeinschaft verhindern
  • reales Miteinander als eigenständiges Erziehungsziel
  • Heterogenitätsmanagement und Binnendifferenzierung
  • unterrichtliche und außerunterrichtliche Maßnahmen