Sprachsensibler Unterricht

Fehlende bildungssprachliche Kompetenzen sind ein Integrations- und Aufstiegshindernis. Wer es im späteren Leben - nicht nur in finanzieller Hinsicht - zu etwas bringen möchte, muss in unserer tertiärisierten Gesellschaft über verschiedenartige Ausdrucksregister verfügen, zu denen in jedem Fall auch das bildungssprachliche Formulieren in Wort und Schrift gehört.

Es geht dabei nicht darum, den SchülerInnen ihre vertraute Alltagssprache zu verleiden oder abzugewöhnen. Es soll aber sehr wohl das Bewusstsein dafür erzeugt werden, dass diese Alltagssprache in bestimmten Kontexten am Platze ist, in anderen jedoch nicht.

In dieser Veranstaltung werden zunächst die auf den verschiedenen Ebenen der Sprachbetrachtung festzustellenden Merkmale der Bildungssprache rekapituliert und die Situationen benannt, in denen eine bildungssprachliche Ausdrucksweise ihren Sinn und Wert hat. Last not least wird dann erörtert, in welchen Bereichen des alltäglichen Schullebens bildungssprachliches Sprechen gefordert und gefördert werden soll, wobei sämtliche Schulfächer zu berücksichtigen sind.

  • Lautebene (dialektale und soziolektale Phänomene)
  • Wortebene (Jugendsprache, Slang)
  • Satzebene (Vollständigkeit, Wohlgeformtheit, Variationsbreite)
  • Textebene (Strukturiertheit, Kohärenz)
  • Bildungssprache und Migration, Bildungssprache und Milieu
  • Ideal der durchgängigen Sprachbildung
  • Bildungssprache als Medium und Gegenstand des Unterrichtes