Visualisieren: schnell, einfach, gut

Schwierige, verborgene Zusammenhänge sichtbar und damit verstehbar zu machen, ist ein gemeinschaftliches Anliegen aller Schulfächer. Vom Zeitstrahl in der Geschichte über das DNA-Modell in der Biologie und das Dichterportrait im Deutschunterricht bis hin zum Periodensystem der Elemente in der Chemie gibt es eine Vielzahl an weit verbreiteten Instrumenten, um diese pädagogische Absicht zu verwirklichen.

Vor allem im Internet finden wir heute eine wahre Sintflut an Bildern, Tabellen, Diagrammen, Karten und Graphiken aller Art, die es uns ermöglicht, praktisch jeden Lerninhalt per Mausklick mit einer bunten, dekorativen, witzigen oder faszinierenden Abbildung zu versehen.

Allerdings macht es wenig Sinn, alles und jedes bloß um der Aufmerksamkeitslenkung willen zu dekorieren oder zu illustrieren. Vielmehr geht es beim professionellen Visualisieren um die gezielte Herausarbeitung und Veranschaulichung jener Zusammenhänge, die (a) im jeweiligen Lernkontext tatsächlich relevant und (b) mit Worten nicht oder nur sehr umständlich darzustellen sind.

In dieser Fortbildung behandeln wir zunächst die allgemeinen Grundlagen der Visualisierungstechnik und wenden uns dann unter stetem Bezug auf die Unterrichtspraxis der Frage zu, wie man eine nützliche von einer überflüssigen, eine gelungene von einer misslungenen und eine schülertaugliche von einer nicht schülertauglichen Visualisierung unterscheiden kann. Dabei werden vom klassischen Tafelbild über das Arbeitsblatt bis hin zum selbst erstellten Lernvideo die verschiedensten Formate berücksichtigt.

  • Sinn und Zweck der Visualisierung
  • Techniken, Methoden, Medien
  • Qualitätskriterien
  • didaktische Angemessenheit